Letzte Aktualisierung: 27.11.2017

Herkunft und Aufbereitung der Hirschblasen

Wer Gelegenheit hat, an Rothirschblasen zu kommen, sollte diese unbedingt nutzen und sie gegen entsprechende Entschädigung zur Verfügung stellen! Bitte Kontakt aufnehmen!

 

Herkunft: Nach dem „Landwirtschaftlichen Kurs“ kommen nur die Blasen der männlichen Tiere des Europäischen Rothirsches (Cervus elaphus) in Frage, von dem es in Europa, Asien und Nordafrika verschiedene Unterarten gibt. Die Verwendung der Blase des Amerikanischen Rothirsches oder Wapiti (Cervus canadensis) wird allgemein ausgeschlossen. Jener kommt in Nordamerika und Nordostasien ebenfalls in verschiedenen Unterarten vor. Allerdings galt auch der Wapiti selbst bis vor nicht sehr langer Zeit als Unterart des Rothirsches. Ausserdem sind inzwischen die Hirsche in Gossbritannien sowohl mit dem ostasiatischen Sikawild (Cervus nippon) wie auch dem Wapiti verkreuzt. In Nordamerika wurde der Europäische Rothirsch von Auswanderern etabliert, so dass es dort ebenfalls regionale Vermischungen gibt.

Da Blasen vom Damhirsch (Dama dama) in Deutschland leichter verfügbar sind, wird derzeit getestet, ob sie eine gangbare Alternative darstellen.

 

Aufbereitung: Die Blase wird dem frisch erlegten oder geschlachteten Tier entnommen und der Restinhalt ausgedrückt. Dann wird die Blase leicht aufgepumpt ( z. B. mit einem Strohhalm), aufgehängt und so weit angetrocknet, dass sie nicht mehr verkleben kann, aber noch gerade elastisch ist. Nun kann sie flach gedrückt werden und ist fertig getrocknet bei richtiger Lagerung lange haltbar.

Bevor diese Blasen verwendet werden können, müssen sie durch Einweichen in warmes Wasser oder Schafgarbentee wieder elastisch gemacht werden.

 

Zur Kontrolle, dass eine Blase tatsächlich vom männlichen Tier stammt, belässt man die Prostata (Vorsteherdrüse), eine feste Gewebestruktur an der Öffnung.